Dobiweekend 2017 Gspon

Unser Dobiweekend startete am Freitag, 9. Juni in Mülenen an unserem Treffpunkt im Stock’s Steakhouse, dem markanten Blockhausbau mit dem hölzernen Riesenmuni direkt an der Strasse nach Kandersteg. Kurz vor Mittag trafen alle Teilnehmer ein, um sich zum Mittagessen mit einem schönen Stück Fleisch oder einem feinen Burger für’s Weekend zu stärken.

Nach dem Mittagessen ging es weiter Richtung Kandersteg zum Autoverlad durch den Lötschbergtunnel. Im schönen Wallis angekommen machten wir in Steg einen Einkaufshalt, um den Wanderproviant und die Vorräte für das Frühstück zu besorgen. Unser Ziel war Staldenried wo wir bei der Seilbahnstation unsere Autos für drei Tage parkierten und mit der Gondel ins autofreie Gspon schwebten. Der Angestellte der Seilbahn beförderte uns, unsere Hunde und das ganze Gepäck in mehreren Fahrten auf fast 2000 m.ü.M hinauf. In Gspon hatten wir die Gruppenunterkunft gleich neben dem höchsten Fussballplatz Europas reserviert, wo wir unser Weekend mit unseren Vierbeinern verbrachten. Während einige ihre Zimmer noch bezogen und das Gepäck verstauten, testete unser Uebungsleiter mit seinem Gremi und den Jungspunden den Kunstrasen auf dem Tschuttiplatz!

Ungewohnt für die Hundepfoten und dementsprechend lustig anzuschauen wie gewisse Abkürzungen beim Kurvenschneiden misslangen! Zum obligaten Apero trafen wir uns auf der Sonnenterasse des Hauses und genossen bei schönstem Panorama einen feinen Heida mit Walliser Hüswurschtinji, Alpkäse und Walliser Roggenbrot. Zum Nachtessen spazierten wir mit unseren Vierbeinern ins „Dorfzentrum“ zur Pension/Restaurant Alpenblick. Lisa, die Wirtin vom Alpenblick, begrüsste uns mit ihrer herzlichen Art und wir bestellten gleich den zweiten Apero, draussen auf der Lounge. Lisa und Peter waren einigen bekannt aus der Sendung „SF bi de Lüt“. Für’s Nachtessen platzierten wir uns im Restaurant, war es doch noch etwas frisch am Abend um diese Jahreszeit draussen in der Höhe. Die beiden Nachzügler, welche noch arbeiten mussten am Freitagvormittag trafen gleich auch noch ein und bestellten ihr Nachtessen. Der kurze Spaziergang zurück zur Unterkunft war herrlich bei dem wunderschönen Alpenpanorama und die Käseschnitten vom Nachtessen konnten sich ein wenig setzen. Wobei Susi noch am nächsten Morgen klagte, dass diese schwer auflag im Magen. Da war doch die Wanderung am Samstagmorgen zum Alpaufzug gerade richtig!

Nach dem Frühstück packten wir die Rücksäcke in der Küche und machten uns auf den Weg auf die noch höher gelegene Alp ob Gspon. Niemand wusste so genau wo diese Alp lag, aber die Einheimischen sagten uns „eifach ambrüf läufu, de gseh ders de scho“! Den ganzen Morgen zogen Wanderer, Eringerkühe und deren Hirten schon am Haus bei uns vorbei und wir freuten uns alle auf unser Ziel, war es doch etwas nicht alltägliches so ein Alpaufzug mit Alpsegen mal mitzuerleben! Auf der Alp angekommen trafen wir auf ein fröhliches und aufgeschlossenes Völkchen, welches uns freudig Auskunft gab auf unsere neugierigen Fragen über die „schwarzen Walliser Kampfkühe“. Wobei wir mit den Walliser Kuhbesitzern etwas gemeinsames haben: Sie mögen es nicht, wenn ihre prächtigen Eringerkühe als „Kampfkühe“ bezeichnet werden! Auch interessante Gespräche hatten einige von uns was unsere Hunde anbelangte. Die meisten erkannten den Dobermann gar nicht! Wir wurden gefragt was für ein interessanter Jagdhundemix das denn sei, etc.  Viele waren zudem erstaunt, dass unsere Hunde so gut erzogen sind und sich mit uns während der Alpsegnung mitten im Getümmel cool, ruhig und umgänglich auf der Alpwiese hinsetzten oder hinlegten. Als der Pfarrer die Segnung vornahm, predigte er, dass alle Tiere Geschöpfe Gottes sind und das wir diese respektieren, hegen und pflegen sollen, damit sie uns viel Freude bereiten. Er segnete alle Tiere mit Weihwasser wobei auch einige von uns Zweibeinernein paar Tropfen abbekamen! Schaden tut’s ja sicher nicht! Nach dieser Zeremonie liessen die Hirten ihre Kühe in die dafür vorbereitete Weide den „Stächchromu“ rein. Da die Kühe aus vier verschiedenen Ställen stammten, wurde erst die Rangordnung unter den Kühen klargemacht. Je nachdem kann es die ganze Alpsaison immer wieder zu diesen Rangkämpfen kommen wurde uns gesagt. Die Kühe hatten alle eine weisse Zahl aufgemalt, damit die „Königin“, also die Siegerin, erkoren und erkannt  werden kann. Um einiges Wissen reicher was der Walliser Kuhkampf anbelangt, nahmen wir den Weg zu unserem Mittagshalt beim idyllischen Weiher ob Gspon unter die Füsse. Die Grillstelle wurde mit Holz bestückt und bald schon loderte das Feuerchen, während der Weiher von unseren Hunden geschätzt wurde. Obschon das Wasser sehr kalt war, holten einige unserer Vierbeiner ihr Spielzeug wieder aus dem Wasser. Nach dem Essen machte Janine ihre Kamera flott um das obligate Dobiweekend-Gruppenfoto zu schiessen. Mit Selbstauslöser natürlich, was sich als knifflig erwies, da sie im Eiltempo via die wacklige Brücke über den Weiher musste um rechtzeitig aufs Foto zu kommen! Nach unserer Mittagsrast machten wir uns am Nachmittag auf den Rückweg zum Haus. Nach der kurzen Wanderung traf man sich vor dem Haus im Schatten um mit einem kühlen Apero den Abend einzustimmen. Im Alpenblick erwartete uns dann Lisa und Peter mit einem Raclette auf der Sonnenterasse. Bei herrlicher Aussicht auf einige Viertausender liessen wir den Abend ausklingen und machten es uns mit unseren Hunden gemütlich um den Sonnenuntergang zu bestaunen.

Sonntagmorgen und schon bald nahte das Ende unseres tollen Weekends. Nach dem reichhaltigen Frühstück räumten wir die Küche auf und jeder packte seine sieben Sachen um alles vor dem Haus zu deponieren. Das Gepäck wurde im Schilter zur Seilbahnstation gebracht und ins Tal befördert. Wir nahmen den Weg ins Tal zu Fuss in Richtung „Riedji“ in Angriff, wo wir einen Zwischenhalt beim Haus meiner Eltern machten. Das Wetter war zwar perfekt, aber die Sonne brannte und wir entschieden uns zwei Autos im Tal zu holen. Elvis und ich marschierten los und wurden unterwegs vom Nachbarn meiner Eltern mitgenommen bis zur Talstation, wo wir die Autos stehen hatten. Froh über das willkommene „Taxi“ fuhren wir dann alle zusammen ins Tal wo wir unser Gepäck bei der Seilbahn in Empfang nahmen und den Heimweg antraten. Nach dem Autoverlad machten wir wiederum in Mülenen im Steakhouse einen Halt um uns nach der Hitze abzukühlen und uns später voneinander zu verabschieden. Wir alle sind uns einig: es war ein herrliches Dobiweekend 2017!

 

 

Judith Steffen